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DES - Online Geschäftsbericht 2009

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Zeichnung Zass

der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2009 wahrgenommen und die Entwicklung der Deutsche EuroShop AG intensiv begleitet. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und der Stand der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Entwicklung der Geschäfte unterrichtet.

Schwerpunkte der Beratungen

Wir befassten uns regelmäßig und detailliert mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft. In diesem Zusammenhang prüften wir das Vorliegen der formalen Voraussetzungen für die Umsetzung einer effizienten Überwachung unserer Gesellschaft sowie die Wirksamkeit unserer Kontrollmöglichkeiten. Über die wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft wurden wir ständig informiert. Wir berieten die Entwicklung der Bestandsobjekte, deren Umsatzentwicklung, Außen- und Vermietungsstände, bauliche Maßnahmen und die Liquiditätslage sowie die Investitionskostenentwicklung der Neubauprojekte.

Intensiv und wiederholt wurde mit dem Vorstand über die Entwicklung an den Kapital-, Kredit-, Immobilien- und Einzelhandelsmärkten und die Auswirkungen auf die Strategie der Gesellschaft sowie die Eigenkapitalbeschaffung diskutiert. Dabei wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat auch verschiedene Investmentmöglichkeiten erörtert. Regelmäßig wurde uns über die Umsatzentwicklung der Mieter und deren Zahlungsverhalten berichtet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und das Aufsichtsratspräsidium haben mit dem Vorstand weitere aktuelle Themen bei Bedarf erörtert. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften,haben wir in den planmäßigen Sitzungen besprochen und entschieden. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands eine Telefonkonferenz des Präsidiums durchgeführt sowie ein schriftlicher Umlaufbeschluss gefasst. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig.

Sitzungen

Im Geschäftsjahr 2009 fanden vier planmäßige Aufsichtsratssitzungen statt.

Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

In der ersten planmäßigen Sitzung am 23. April 2009 wurde die alljährliche Effizienzprüfung des Aufsichtsrats abgeschlossen und die Tagesordnung zur Hauptversammlung verabschiedet. In diesem Zusammenhang haben wir den Abschlussprüfer ausgewählt, der den Aktionären zur Wahl vorgeschlagen wurde. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung legten wir wieder besonderen Wert auf die Erläuterungen des Vorstands und des Abschlussprüfers zu den Immobilienbewertungen. Zudem berichtete uns der Vorstand insbesondere über die Erweiterung der Altmarkt-Galerie in Dresden sowie die Vorbereitung der Erweiterungsmaßnahmen für das Main-Taunus- Zentrum.

In der Sitzung am 30. Juni 2009 wurden zunächst nach § 107 AktG erneut der Unterzeichner als Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie Herr Dr. Gellen als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt. In der zuvor beendeten Hauptversammlung hatten turnusmäßig Wahlen zum Aufsichtsrat stattgefunden.

Neben der Besprechung der Geschäftsentwicklung wurde auch über die Umsetzung einer Kapitalerhöhungsmaßnahme diskutiert. Angesichts des weiter sehr volatilen Marktumfelds bestand Einigkeit darin, dass eine Entscheidung nur sehr kurzfristig getroffen werden kann. Aus diesem Grunde wurde vorsorglich ein Ausschuss „Kapitalmarkt“ gebildet, dem die Entscheidungs- und Erledigungsbefugnisse des Aufsichtsrats zur Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals übertragen wurden. Diesem Ausschuss gehören die Herren Armbrust, Dr. Gellen und der Unterzeichner (Vorsitz) an.

In der dritten Sitzung am 17. September 2009 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand Schlussfolgerungen aus der durchgeführten Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht vom Juli 2009 gezogen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat diskutierten zudem verschiedene Investitionsmöglichkeiten. Zudem wurde uns vom Vorstand das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vorgestellt.

In der letzten Sitzung am 26. November 2009 berichtete uns der Vorstand über den Abschluss der Umbaumaßnahmen im City- Point in Kassel und dem Allee-Center in Hamm. Intensiv diskutierten wir in dieser Sitzung nach einer Präsentation den möglichen Erwerb des A10 Centers in Wildau sowie die Fremdfinanzierung dieser Investition. Der Beschluss zum Erwerb des A10 Centers wurde nach Vorliegen weiterer Informationen aus dem laufenden Due Diligence- Prozess im Dezember 2009 in einem schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Vor dem Hintergrund der sich allgemein verschlechternden Erwartungen für den Einzelhandel berichtete uns der Vorstand auch in dieser Sitzung über die Umsätze unserer Mieter sowie über die Mietaußenstände in unseren Einkaufszentren. Ausführlich wurde auch über die vom Vorstand vorgelegte Hochrechnung und mittelfristige Erfolgsplanung der Gesellschaft gesprochen.

Gremien / Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat neben dem Aufsichtsratspräsidium und dem Bilanzausschuss mit jeweils drei Mitgliedern am 30. Juni 2009 einen Kapitalmarktausschuss mit ebenfalls drei Mitgliedern gebildet. Die dem Aufsichtsrat bei der Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals zustehenden Befugnisse wurden zur selbstständigen Entscheidung und Erledigung auf diesen Ausschuss übertragen. Die Anzahl der Ausschüsse und Mitglieder erscheint uns im Hinblick auf die Größe der Gesellschaft und der Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats angemessen.

Im Berichtszeitraum tagten das Präsidium und der Bilanzausschuss am 7. April 2009. Das Aufsichtsratspräsidium beriet sich zudem am 15. Dezember 2009 in einer Telefonkonferenz und der Bilanzausschuss erörterte mit dem Vorstand in Telefonkonferenzen am 12. Mai 2009 und 11. November 2009 die Quartalsfinanzberichte.

Der Kapitalmarktausschuss fasste im Rahmen von Telefonkonferenzen am 6. und 7. Juli 2009 seine Beschlüsse zur Umsetzung der Kapitalerhöhung.

Corporate Governance

Im Dezember 2009 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Deutsche EuroShop dauerhaft zugänglich gemacht. Über die Umsetzung des Corporate Governance Kodex wird in diesem Geschäftsbericht gesondert berichtet. Die Aufsichtsratsmitglieder und die Vorstandsmitglieder haben am Jahresanfang 2010 schriftlich erklärt, dass keine Interessenkonflikte entstanden sind.

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Die konservative Strategie unserer Gesellschaft hat sich weiterhin bewährt.

Jahresabschluss der AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2009

In der Bilanzausschusssitzung am 20. April 2010 und in der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2010 haben sich der Bilanzausschuss und der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31. Dezember 2009, sowie mit dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 befasst.

Die Jahresabschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden uns rechtzeitig vorgelegt. Der von der Hauptversammlung am 30. Juni 2009 gewählte Abschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat dabei die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften bestätigt. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken,die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten,frühzeitig zu erkennen.

Die Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses anlässlich der Bilanzausschusssitzung am 20. April 2010 und der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2010 teil und erläuterten die wesentlichen Ergebnisse.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der AG, des Konzernabschlusses und der dazugehörigen Lageberichte, die keine Einwände ergab, stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung der Abschlussprüfer zu und billigte den Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, Ausschüttung einer Dividende von 1,05 € je Aktie, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Die Immobilienbranche bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2009 in einem schlechten Umfeld und hatte mit schwierigen Kreditmärktenumzugehen. Die konservative Strategie unserer Gesellschaft hat sich weiterhin bewährt.

Daneben resultiert die erfreuliche Entwicklung unserer Gesellschaft auch aus dem engagierten Einsatz von Vorstand und Mitarbeitern. Dafür dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders.

Hamburg, 28. April 2010

Unterschrift Zaß

Manfred Zaß, Vorsitzender

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